trichter

Supraporte

2005
<iframe src="https://player.vimeo.com/video/288016174?title=0&byline=0&portrait=0" width="640" height="468" frameborder="0" webkitallowfullscreen mozallowfullscreen allowfullscreen></iframe>
Das höchste Glück der Schwelle: nicht da, nicht dort.

Endlos neu in die Luft geworfen erscheint eine sich langsam drehende Münze. Ihre ballistische Kurve wird in Zeitlupe verfolgt. Der Film wird nur, das ist Bedingung, über einem Durchgang gezeigt. 

. . . Trespass . . .  Matchpoint . . .  Schwellenpoesie . . .
Geführt von Hoffnung vordringen. Mit Sehnsucht, die nicht durch Erfüllung verloren gehen darf, eine Schwelle erreichen. Das höchste Glück der Schwelle: nicht da, nicht dort. Doch kann man im Übergang nicht bleiben, muß hinüber wechseln um dann woanders zu verpassen.                               
* . . .
Gewesenes abgewandt belassen, Künftiges unberührt schauen. Im Transfer die glückliche Teilhabe am offenen Moment. Schwellenlust heftet sich an die Bewegung und faltet das Vergangene zusammen. Dessen Räumung geht in Abwesenheit über. Das Neue vor Augen löscht die Schwelle alte Irrtümer. Das ist das Schöne. Wer das nicht erträgt, fühlt wie einer, der den Rücken an der Wand lang schob und nun zu einer Ecke kommt, unsicher.
* . . .
Das Ungeteilte ist das Ziel, der fackelnde Sinn im Moment des plötzlichen Erkennens. Dieser unmittelbare Sinn verlischt in späterem, nachvollziehendem Verständnis. Erkennen verso Wiedererkennen. Gedanke und Denken stehen zueinander wie Bild und Kunst, wie Wert und Preis. Versuche, das simultane Erlebnis zu zeigen und nicht durch Zusammenhang zu legitimieren, sind von Ordnung bedroht. Aus der Kälte kommend einen Ofen umarmen: dieser Schmerz kann Alles sein.


Zitat: „Der Gedanke ist einzig auf die Reaktion des Denkens gespannt.“
Edmond Jabès Das kleine unverdächtige Buch der Subversion, München 1985

2005

test
Close